Umweltschutz

Wie innovative Technologien eine globale Wasserkrise verhindern können

  • 17 März 2021
  • 7 Minuten zum Lesen

  • Bevölkerungswachstum und Urbanisierung weltweit sorgen für einen Verzehr der Wasserressourcen.
  • 2050 dürfte die Nachfrage nach Frischwasser ein Drittel größer sein als heute. Es muss also schnell gehandelt werden.
  • Neue Technologien sorgen für Lösungen für den gesamten Wasserkreislauf.

Am 22. März ist World Water Day – eingeführt, um das Bewusstsein für den weltweiten Wassermangel zu schärfen. Anlässlich dieses Tages erläutert Amanda O’Toole, Portfoliomanagerin bei AXA Investment Managers, einige der wichtigsten Themen im Zusammenhang mit dem Zugang zu Wasser. Sie meint, dass durch neue Technologien wirksame Lösungen entwickelt werden können, die dazu beitragen, eine weltweite Wasserkrise zu verhindern.

Was genau ist das Problem mit Wassermangel?

Wasser ist wichtig für die Deckung unserer Grundbedürfnisse, von der Wassernutzung in Haushalten, über die Heizung von Gebäuden bis hin zu Fertigungsprozessen in der Industrie und dem Einsatz im Gesundheitswesen. Aber Bevölkerungswachstum und Urbanisierung weltweit sorgen für einen Verzehr der Wasserressourcen. Zurzeit leben etwa 4 Milliarden Menschen mindestens einen Monat im Jahr ohne verlässliche Wasserversorgung.1

Die Folgen des Klimawandel sind bereits spürbar: Das Wetter verändert sich, sodass es mehr extreme Wetterereignisse wie Dürren gibt, was wiederum zu Wassermangel und -verschmutzung führt.

Verstärkt wird dieses Problem durch die allgemeine Wasserverschmutzung. Etwa 80 % der weltweiten Abwässer werden – größtenteils unbehandelt – wieder in die Umwelt entsorgt,2 wodurch Flüsse, Seen und Meere verschmutzt werden. Bei etwa 1,8 Milliarden Menschen kann das zu Gesundheitsproblemen führen, weil sie aufgrund ihrer Lebensumstände gezwungen sind, solches Wasser zu nutzen.3

Wenn sich nichts ändert, gerät eine ohnehin schon endliche Ressource weiter unter Druck, und die langfristigen Schäden für die Gesellschaft könnten enorm sein. 2050 dürfte die Nachfrage nach Frischwasser um ein Drittel größer sein als heute. Die Zeit drängt.4

Wie können Investoren vom Wassersektor profitieren?

Das Nachhaltigkeitsziel (SDG) 6 der Vereinten Nationen (UN) trägt dem Handlungsbedarf Rechnung. Es sieht die Bereitstellung sauberen Wassers und sanitärer Einrichtungen für alle Menschen vor. Um dieses Ziel zu erreichen, werden bis 2030 schätzungsweise 114 Milliarden US-Dollar jährlich benötigt.5 Dies kann nur mit der Unterstützung und Finanzierung sowohl von Regierungen als auch aus dem privaten Sektor gelingen. Dadurch entstehen Geschäftschancen im Wassersektor und die Möglichkeit, mit der Entwicklung innovativer Lösungen dazu beizutragen, das Ziel zu erreichen.

Was sind das für Innovationen für den Wassersektor?

Nach Angaben der UN sind nur 0,25% des Wassers auf der Erde nutzbar.6 Der Rest ist Salzwasser, Schmutzwasser oder an den Polarkappen, in Gletschern und im Permafrost gebunden. Auf Grundlage der aktuellen Entwicklung wird die Wassernachfrage für die private Nutzung, die Industrie und die Landwirtschaft 2030 um 40% größer sein als das Angebot.7 Dadurch entsteht eine ganze Wertschöpfungskette: Beschaffung (Förderung, Entsalzung/Aufbereitung), Transport (Reparaturen, Ersatz alter Leitungen), Logistik und Verteilung, aber auch Wasserkontrollen zur Verbrauchsmessung, Rechnungsstellung und Effizienzoptimierung.

Eine Vielzahl von Unternehmen aus dem gesamten Wasserkreislauf entwickeln vielversprechende Technologien, um den Wassermangel zu bekämpfen. Unserer Meinung nach entstehen dadurch attraktive Investmentchancen. Einige Beispiele für Vorreiter im Wassersektor:

  • Wasser- und Abwassermanagement

Xylem* entwickelt und vertreibt Lösungen im Zusammenhang mit Wasser und Abwasser: Wassergewinnung, effiziente Wassernutzung und Rückführung in den Wasserzyklus.  Zu seinen Produkten zählen Wasser- und Abwasserpumpen, Ausrüstung für Wasseraufbereitung und Wassertests, Industriepumpen, Ventile, Wärmetauscher und Wasserspender.

  • Wasseraufbereitung

Evoqua Water* versorgt Kunden aus einer Vielzahl wasserintensiver Branchen mit Wasser, darunter Energieerzeugung, Lebensmittel- und Getränkesicherheit und -produktion, Gesundheitswesen und Fertigung. Das Unternehmen bietet Desinfektions-, Filterungs- und Reinstwassersysteme.

Thermo Fisher* fertigt eine Reihe von Produkten zur Verbesserung der Wasserqualität, darunter Wasserreinigungssysteme, elektrochemische Analyseinstrumente (zur Messung von pH-Wert und Ionenkonzentration), Messgeräte und Zubehör.    

Danaher* bietet hochmoderne Reinigungstechnologie für Analyse, Aufbereitung und Management von Wasser in staatlichen Wiederaufbereitungs- und Kläranlagen, aber auch Seen, Flüssen und Meeren weltweit.

  • Wasserverbrauchskontrolle

Itron* ist ein Technologie- und Dienstleistungsunternehmen, das sich auf die effiziente Nutzung von Versorgerleistungen spezialisiert hat. Seine internetfähigen Geräte und Analyselösungen kommen im Zusammenhang mit Wassermessung und -verbrauch, Wasserverteilung und Wasserleckagen zum Einsatz.

Gibt es weitere Bereiche, die den Wassersektor interessant machen?

Mit dem weltweiten Bevölkerungswachstum nimmt auch der Wohlstand zu, und viele Menschen essen mehr Fleisch. Für die Produktion von rotem Fleisch wie Rindfleisch wird etwa 11-mal mehr Wasser benötigt als für Schweine- oder Hühnerfleisch.8 Verbraucher, die sich vegan oder vegetarisch ernähren oder Flexitarier sind – 70% der Weltbevölkerung haben Berichten zufolge ihren Fleischkonsum reduziert oder verzichten ganz darauf 9 –, können dazu beitragen, die Wasserressourcen zu schonen und ihren CO2-Fußabdruck zu verringern.

Neue Technologien bieten Lösungen für eine nachhaltigere Agrarwirtschaft und Lebensmittelherstellung, wodurch noch mehr Wasser gespart werden könnte.

  • Mekonnen und Hoekstra, „Four billion people facing severe water scarcity“, Science Advanced, 2016, Band 2, Nr. 2.
  • Vereinte Nationen, World Water Development Report 2017.
  • Vereinte Nationen, World Water Development Report 2015.
  • Vereinte Nationen, World Water Development Report 2019.
  • Schätzungen der Weltbank, Februar 2015.
  • UNESCO.
  • UN Environment Programme, 21. März 2016.
  • Alle genannten Aktien dienen nur zur Illustration und dürfen nicht als Beratung oder Empfehlung einer Anlagestrategie verstanden werden.
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  • „Giving up beef will reduce carbon footprint more than cars“, The Guardian, Juli 2014.
  • „Millennials are driving the worldwide shift away from meat“, Forbes, März 2018.

    Rechtliche Hinweise

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