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Markt Updates

Krieg im Iran: Was Anleger wissen müssen

Im Überblick

Die USA und Israel haben den Iran massiv aus der Luft angegriffen. Es scheint, als wollten sie einen Regimewechsel herbeiführen.
Die Märkte reagierten zunächst mit steigenden Ölpreisen, einem etwas stärkeren Dollar, fallenden Aktienkursen und weiteren Credit Spreads.
Ob und inwieweit die Marktreaktionen von Dauer sind, hängt von der weiteren Entwicklung ab.

Die USA und Israel haben den Iran gemeinsam angegriffen, mit Zielen in mehreren Städten.

Wie es scheint, will man einen Regimewechsel herbeiführen und dem Iran jede Möglichkeit zur Entwicklung von Kernwaffen nehmen. Offen ist aber, inwieweit und wie schnell sich diese Ziele erreichen lassen.1 Die Dauer des Konflikts hängt von mehreren Faktoren ab – von den Schäden im Iran, seiner Reaktion auf die Angriffe und nicht zuletzt davon, ob Irans Führung einen Aufstand der Bevölkerung verhindern kann.

Presseberichten zufolge waren die Angriffe lange und sorgfältig geplant.2 Irans oberste Führung wurde getötet.3 Eine Bodenoffensive ist zurzeit unwahrscheinlich. Es ist aber alles andere als sicher, ob die iranische Opposition eine glaubwürdige neue Regierung bilden kann. Jedes Anzeichen für eine zerstrittene Opposition spricht für länger anhaltende Unruhen. 

  • Why did US and Israel attack Iran and how long could the war last? - BBC News / US-Israel strikes on Iran: February/March 2026 - House of Commons Library
  • The eight-month build-up to Trump’s attack on Iran
  • Why did US and Israel attack Iran and how long could the war last? - BBC News

Wie reagieren Märkte und Wirtschaft?

Im Blickpunkt steht vor allem der Ölpreis. Das Barrel Rohöl der Sorte Brent kostete am 2. März gut 78,65 US-Dollar, nach 72,87 US-Dollar am 27. Februar und 59,87 US-Dollar Ende 2025.4

Andere Energieträger wurden ebenfalls teurer. In Europa stieg der Erdgaspreis. Natürlich besteht das Risiko, dass höhere Energiepreise weitergegeben werden und die Inflation zulegt. 2023 schätzte die Fed, dass ein dauerhafter Ölpreisanstieg um 10% den amerikanischen Verbraucherpreisindex in zwei Quartalen um 0,4% steigen ließe.5

Die Auswirkungen auf die einzelnen Länder hängen davon ab, wie viel Energie sie verbrauchen. Eine Rolle spielt auch, ob sie Öl selbst fördern oder importieren. Zurzeit wird so viel Öl verbraucht wie nie zuvor, und die faktische Blockade der Straße von Hormus behindert die Lieferungen.

Nach Angaben der amerikanischen Energieinformationsbehörde passieren täglich etwa 20 Millionen Barrel Öl und 330 Millionen Kubikmeter Flüssigerdgas die Straße von Hormus. Der überwiegende Teil der Öllieferungen geht nach China, Indien, Südkorea, Japan und in andere asiatische Länder, gefolgt von Europa und den USA.

Die Auswirkungen auf inflationsindexierte Anleihen halten sich bislang in Grenzen. Je länger Öl aber teuer bleibt, desto stärker beeinflusst das die Inflationserwartungen. Das könnte wiederum Folgen für die Geldpolitik haben. 

Die amerikanischen Zinserwartungen haben sich bis jetzt aber kaum geändert. Am Terminmarkt rechnet man für dieses Jahr weiter mit drei Zinssenkungen. Ein längerer Konflikt dürfte auch das Wachstum dämpfen und damit der Weltwirtschaft schaden. Die Staatsanleihenrenditen sind gestiegen, vielleicht wegen erster Inflationssorgen.

Marktausblick

Entscheidend für die Marktstimmung ist, wie sehr sich der Konflikt ausweitet, wie lange er dauert, wie die übrigen Großmächte auf den Angriff reagieren und wie stark die Energiepreise steigen. 

Die Erwartungen für die Unternehmensgewinne dürften sich tendenziell verschlechtern. Das gilt vor allem für Fluggesellschaften, das Hotel- und Gastgewerbe und Unternehmen mit einem starken Nahost-Engagement. Schon in den letzten Wochen war die Stimmung an den Aktienmärkten nicht mehr so gut, da die hohen KI-Investitionen Sorgen machten.

Die Anleihenmärkte werden weiter vom Wachstums- und Inflationsausblick bestimmt. Ein anhaltender Energiepreisschock würde das Wachstum irgendwann dämpfen, sodass die langfristigen Zins­erwartungen fielen. Zwischenzeitlich könnte die Break-even-Inflation aber steigen. 

Anleihen könnte auch nützen, dass sie als sicherer Hafen gelten. Aber das ist noch nicht absehbar, sind doch die Renditen an allen wichtigen Märkten bis zum Redaktionsschluss gestiegen. 

Manche Credit-Indizes haben zugelegt, und einzelnen Titeln wird die Entwicklung zweifellos schaden. Gefährdet sind vor allem bestimmte Emittenten sowie Bank- und Staatsanleihen aus dem Nahen Osten. 

Am Ende werden die Folgen für Märkte und Wirtschaft davon abhängen, wie lange der Konflikt dauert und wie sehr er eskaliert. Entscheidend ist, ob Irans Führung den von den USA angestrebten Regimewechsel verhindern kann. Eine weitere Unbekannte ist die amerikanische Strategie. Einstweilen setzt man an den Märkten auf Risikobegrenzung – denn niemand weiß genau, wie es weitergeht. 

  • Bloomberg, 2. März 2026.
  • The Fed - Second-Round Effects of Oil Prices on Inflation in the Advanced Foreign Economies

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