Take Two: Inflationssorgen: Fed und EZB halten Leitzinsen stabil
Alles Wichtige auf einen Blick
Angesichts des unsicheren Inflations- und Konjunkturausblicks infolge des Nahostkonflikts hat die US-Notenbank Fed ihren Leitzins unverändert in einer Spanne von 3,5% bis 3,75% belassen. Diese Entscheidung war weithin erwartet worden, wobei eins der zwölf Mitglieder des Offenmarktausschusses für eine Senkung um 25 Basispunkte stimmte. Fed-Chef Jerome Powell erklärte, es sei „noch zu früh, um das Ausmaß und die Dauer der möglichen Auswirkungen“ des aktuellen Konflikts auf die US-Wirtschaft abzuschätzen. Dennoch hob die Fed ihre Prognose des BIP-Wachstums an – für 2026 auf 2,4% und für 2027 auf 2,3%. Im Dezember hatte sie noch 2,3% bzw. 2,0% erwartet.
Nachrichten aus aller Welt
Auch die Europäische Zentralbank hat keine Zinsanpassungen vorgenommen, sondern ihren Leitzins auf ihrer sechsten Sitzung in Folge konstant bei 2% gehalten – obwohl sich der Anstieg der Eurorauminflation von 1,7% p.a. im Januar auf 1,9% p.a. im Februar bestätigt hatte. Die ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak erhobene Kerninflation legte von 2,2% auf 2,4% zu. Obgleich die Gesamtinflationsrate unter ihrer Zielmarke von 2% blieb, wies die EZB darauf hin, dass der Irankrieg „die Inflation in die Höhe treiben und das Wirtschaftswachstum belasten könnte“. Auch die Bank of England und die Bank of Japan hielten ihre Leitzinssätze stabil. Die australische Zentralbank hingegen hob ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,1% an.
Zahl im Fokus: 1,33 Millisekunden
Wie Forschende nun herausgefunden haben werden die Tages auf der Erde länger, weil der menschenverursachte Klimawandel die Erdrotation bremst. Dies hat Auswirkungen auf die Technologie. Aus früheren Studien war bereits bekannt, dass sich die Tagesdauer aufgrund des Meeresspiegelanstiegs um 1,33 Millisekunden je Jahrhundert verlängert. Laut neuen Ergebnissen, die kürzlich im Journal of Geophysical Research: Solid Earth vorgestellt wurden, ist der Effekt heute stärker als in den letzten 3,6 Millionen Jahren. Die Veränderungen sind zwar minimal, könnten jedoch technologische Probleme aufwerfen, indem sie etwa die Genauigkeit von Systemen wie GPS und die Satellitennavigation beeinträchtigen. Sollte sich die Erderwärmung fortsetzen, könnte sich der Tag bis zum Ende des Jahrhunderts wissenschaftlichen Prognosen zufolge um 2,62 Millisekunden verlängern.
Grafik der Woche
Die De-facto-Sperrung der Straße von Hormus, die die Internationale Energieagentur als „größte Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts“ bezeichnet, hat die Ölpreise seit Ausbruch des Nahostkonflikts um rund 40% in die Höhe getrieben. Wenn es nicht bald zu einer Lösung kommt und die Meerenge wieder passierbar wird, könnte sich der Energieschock noch verschärfen und damit die Inflation weiter anfachen, was wiederum die Realeinkommen der Verbraucher sowie die Ertragskraft der Unternehmen schmälern würde. Je länger die Situation anhält, umso stärker dürfte sich der Wachstumsausblick eintrüben. Aus diesem Grund ist der Ölpreis für Anleger von großer Bedeutung. Wie hoch die Erträge künftig ausfallen werden, hängt von Ausmaß, Umfang und Dauer des Energieschocks ab.
Wissenswert: Rechtsakt zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie
Mit dem Rechtsakt der Europäischen Union zur beschleunigten Dekarbonisierung der Industrie soll die Wettbewerbsfähigkeit der EU gesteigert werden, indem CO2-armen und in Europa hergestellten Produkten und Technologien der Vorzug gegeben wird. EU-Staaten und andere öffentliche Auftraggeber müssten bei öffentlichen Ausgaben oder der Gewährung von Beihilfen in bestimmten Wirtschaftszweigen, etwa bei Bauteilen für Elektrofahrzeuge, „Made in EU“-Anforderungen einhalten. Zudem müssten sich Unternehmen aus Drittländern, die in bestimmte EU-Sektoren investieren wollen, zur Schaffung von Arbeitsplätzen verpflichten. Der Entwurf zielt darauf ab, den Anteil des verarbeitenden Gewerbes am EU-BIP von derzeit 14,3% auf 20% im Jahr 2035 zu steigern, und wird als Versuch gewertet, dem Wettbewerb aus China zu begegnen.
Das bringt die Woche
Am Dienstag gibt Japan Inflationszahlen für Februar bekannt. Nach 2,1% im Dezember hatte sich die japanische Jahresinflation im Januar auf 1,5% abgekühlt. Ebenfalls am Dienstag wird eine Reihe von Schnellschätzungen zu Einkaufsmanagerdaten veröffentlicht, unter anderem für Japan, Indien, die USA, Großbritannien und den Euroraum. Am Mittwoch stellt die BoJ das Protokoll ihrer jüngsten Zinssitzung vor, während in Deutschland der vielbeachtete Ifo-Geschäftsklimaindex erscheint. Zudem kommen aktuelle britische Inflationsdaten heraus. Zahlen zu den britischen Einzelhandelsumsätzen folgen am Freitag.
Rechtliche Hinweise
Anlagen enthalten Risiken, einschließlich dem des Kapitalverlustes. Die hier von AXA Investment Managers Deutschland GmbH bzw. mit ihr verbundenen Unternehmen („AXA IM DE“) bereitgestellten Informationen stellen weder ein Angebot zum Kauf bzw. Verkauf von Fondsanteilen noch ein Angebot zur Inanspruchnahme von Finanzdienstleistungen dar.
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AXA IM und BNP Paribas AM fusionieren und optimieren ihre Rechtsstrukturen schrittweise, um eine einheitliche Struktur zu schaffen.
AXA Investment Managers gehört seit Juli 2025 zur BNP Paribas Gruppe. Nach der Fusion von AXA Investment Managers Paris und BNP Paribas Asset Management Europe sowie deren jeweiligen Holdinggesellschaften zum 31. Dezember 2025 firmiert das fusionierte Unternehmen nun unter dem Namen BNP Paribas Asset Management Europe.