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Wirtschaftliches Research

Die Ungerechtigkeiten der Inflation: Was tut die Politik?

  • 27 Oktober 2022 (5 Minuten Lesezeit)

Im Überblick

  • In den meisten Ländern ist die Inflation so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr, vor allem wegen steigender Lebensmittel- und Energiepreise.
  • Die Inflation unterscheidet sich von Land zu Land, Einkommensgruppe zu Einkommensgruppe und Haushalt zu Haushalt.
  • Ärmere Haushalte geben meist einen größeren Teil ihres Einkommens für Energie und Lebensmittel aus. Sie leiden daher überproportional unter dem Preisanstieg und haben meist auch nur wenig gespart.
  • Die Politik hat bereits reagiert – in den vier größten Euroraum-Ländern und Großbritannien schon vor einem Jahr und seit Februar verstärkt. Weitere Maßnahmen kamen hinzu, und in den nächsten Monaten dürften noch mehr folgen.
  • Wollten die Regierungen zunächst nur wenig in die Wirtschaft eingreifen, hat sich das zuletzt geändert. Wenn es so weitergeht, drohen Konflikte mit anderen Langfristzielen wie Preisstabilität, solide Haushaltsführung und weniger CO2-Emissionen.
  • Bei den jüngsten Maßnahmen ließ man die Verteilungswir­kung des Energiepreisschocks außer Acht. Langfristig wird auch das komplexe Zusammenspiel von nachlassender Inflation, steigenden Zinsen und Rezession Auswirkungen auf die Einkommens- und Vermögensverteilung haben.

Inflation: Die Ärmsten leiden am stärksten

In den meisten Industrieländern und Emerging Markets ist die Inflation heute so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Zuletzt sorgte der russische Einmarsch in die Ukraine für Preisauftrieb durch massiv steigende Lebensmittel- und Energiepreise. Wichtig ist aber nicht nur die Veränderung des Gesamtindex. Teurere Lebensmittel und teurere Energie treffen ärmere Länder, Haushalte und Einzelpersonen überdurchschnitt­lich hart.

In dieser Studie analysieren wir die Auswirkungen der Inflation auf verschiedene Einkommensgruppen und die staatlichen Reaktionen darauf. Viele Länder hatten sich zunächst für einkommensabhängige Hilfen entschieden. Heute sind die Maßnahmen weniger zielgerichtet; jetzt setzt man eher auf Preissenkungen. Dadurch entstehen Konflikte mit anderen Langfristzielen wie Preisstabilität, solide Haushaltsführung und weniger CO2-Emissionen.

Weil Energie teuer bleiben dürfte, rechnen wir in den nächsten Monaten mit weiteren Staatseingriffen, vor allem im Euroraum. Zunächst wollen wir aber die bisherigen Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf die Einkommensverteilung analysieren.

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