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Take Two: Die US-Notenbank belässt die Zinsen unverändert; der Goldpreis erreicht ein neues Rekordhoch


Alles Wichtige auf einen Blick

Erstmals seit Juli hat die US-Notenbank Fed ihren Leitzins stabil gelassen – in einer Spanne von 3,5% bis 3,75%. Begründet wurde die Entscheidung mit dem weiterhin „soliden Wachstumstempo“ der US-Wirtschaft. Weil die Währungshüter aber auch auf gewisse Anzeichen einer Stabilisierung bei der Arbeitslosenquote verwiesen, gehen Beobachter davon aus, dass jetzt möglicherweise längere Zeit keine Leitzinsanpassungen erfolgen werden. Allerdings räumte die Fed ein, dass die Konjunkturaussichten unsicher seien, und zwei Mitglieder des zwölfköpfigen Offenmarktausschusses stimmten für eine weitere Senkung um 25 Basispunkte. Die Euroraumwirtschaft legte einer vorläufigen Schnellschätzung zufolge im 4. Quartal 2025 (wie bereits im 3. Quartal) um 0,3% zu.

Nachrichten aus aller Welt

Vor dem Hintergrund weltpolitischer Spannungen und von Bedenken im Zusammenhang mit der japanischen Fiskalpolitik durchbrach der Goldpreis letzte Woche die Marke von 5.500 US-Dollar je Feinunze – nur wenige Tage, nachdem er erstmals über 5.000 Dollar gestiegen war. Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi hatte Steuersenkungen in Aussicht gestellt, die in den Augen mancher Anleger die bereits beträchtlichen Staatsschulden des Landes weiter in die Höhe treiben könnten. Unterdessen haben Handelskonflikte und ein schwächerer US-Dollar viele Investoren zu Anlagen in Gold veranlasst, das oft als sicherer Hafen gilt. In Großbritannien haben höhere Rohstoffpreise zu einem Anstieg des Leitindex FTSE 100 auf ein neues Allzeithoch geführt, und in den USA legte der S&P 500 am Mittwoch erstmals auf über 7.000 Punkte zu, nachdem Technologiefirmen starke Gewinnzahlen gemeldet hatten.

Zahl im Fokus: 100 Milliarden Dollar

Nach einem Bericht des Weltwirtschaftsforums und Bain & Company müssen sich die weltweiten Investitionen in klimafreundliche Energie bis 2030 auf mindestens 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr vervierfachen, damit die globalen Ziele für saubere Energien erreicht werden können. Zudem könnten klimafreundliche Energieträger wie Biokraftstoffe und fossile Brennstoffe mit niedrigerem CO2-Ausstoß erhebliche Chancen für das Wirtschaftswachstum, die gesellschaftliche Entwicklung und die Energiesicherheit mit sich bringen – und die Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger um 5% bis 15% verringern. Wie aus einem separaten Bericht der auf Energiefragen spezialisierten Denkfabrik Ember hervorgeht, wurde letztes Jahr in der Europäischen Union mit einem Anteil von 30% am Strommix erstmals mehr Strom aus Windkraft und Solaranlagen gewonnen als aus fossilen Energiequellen.

Grafik der Woche

Dem allgemeinen Konsens zufolge blicken die Anleger zuversichtlich auf die künftige Marktentwicklung, was sich in den Portfoliostrukturen widerspiegelt. Obgleich die weltpolitische Lage seit Anfang 2026 wieder unsicherer geworden ist, scheinen Investoren davon überzeugt, dass die Weltwirtschaft auch bei unvorhersehbaren Schocks stabil bleiben wird, und erwarten, dass die Geldpolitik alles tun wird, um jegliche kurzfristige Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen abzufedern. Zwar haben die Zentralbanken ihre Leitzinsen in den letzten zwölf Monaten gesenkt, aber zugleich sind die Langläuferrenditen gestiegen, vor allem in Japan. Dies bestärkt Anleger mit Bedenken wegen der hohen Staatsschulden in ihrer Meinung. 

Wissenswert:

Physische KI: Eine Art der künstlichen Intelligenz, die selbständige Entscheidungen treffen und über Maschinen wie Roboter oder Unterhaltungselektronik sensorische Informationen wahrnehmen, Schlussfolgerungen ziehen und in der realen Welt agieren kann. Auf der führenden Technologiemesse Consumer Electronics Show wurden im Januar verschiedene Beispiele für physische KI vorgestellt – von der smarten Brille über Spielekonsolen, die sich den Bewegungen der Nutzer anpassen, bis hin zu humanoiden Robotern, die Wäsche sortieren und falten können. Zudem kann diese Technologie lernen, indem sie Menschen bei der Durchführung von Aufgaben zusieht, und sich veränderten Umständen passt. Dies trägt dazu bei, den Einsatz „geschulter“ Roboter praxistauglicher zu machen und den Markt für KI auf neue Geräte und Systeme auszuweiten.

Das bringt die Woche

Am Montag veröffentlicht die Bank of Japan ihre Prognosen für die Inflationsentwicklung und das Wirtschaftswachstum. Am Dienstag tagt die australische Zentralbank zum Zinsentscheid. Am Mittwoch kommen endgültige Einkaufsmanagerdaten, unter anderem für Japan, China, den Euroraum und die USA sowie eine Vorabschätzung der Inflationsrate im Euroraum heraus. Sowohl die Bank of England als auch die Europäische Zentralbank halten am Donnerstag Zinssitzungen ab. Für Freitag werden Arbeitsmarktzahlen für die USA und Kanada erwartet. 

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    AXA IM und BNP Paribas AM fusionieren und optimieren ihre Rechtsstrukturen schrittweise, um eine einheitliche Struktur zu schaffen.
    AXA Investment Managers gehört seit Juli 2025 zur BNP Paribas Gruppe. Nach der Fusion von AXA Investment Managers Paris und BNP Paribas Asset Management Europe sowie deren jeweiligen Holdinggesellschaften zum 31. Dezember 2025 firmiert das fusionierte Unternehmen nun unter dem Namen BNP Paribas Asset Management Europe.