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Markt Updates

Take Two: Freundlicher Jahresauftakt 2026 an den Börsen, Eurozonen-Inflation wieder auf Zielwert


Alles Wichtige auf einen Blick

Weltweit sind Aktien stark in das Jahr 2026 gestartet, wobei mehrere Märkte bereits neue Allzeithochs verzeichneten. So schloss der Dow Jones Industrial Average letzte Woche erstmals über 49.000 Punkten, und der S&P 500 notierte ebenfalls auf einem Rekordhoch. Einen neuen Höchststand erklommen auch der europäische Stoxx 600 sowie die japanischen Börsenbarometer Topix and Nikkei 225. Nicht zuletzt gelang dem britischen FTSE 100 am ersten Handelstag des Jahres erstmals der Sprung über die 10.000-Punkte-Marke.  Anhaltende Zuversicht im Hinblick auf künstliche Intelligenz sowie die Aussicht auf niedrigere Zinssätze trugen zu diesem Höhenflug bei, während Bedenken angesichts geopolitischer Spannungen die Dynamik leicht ausbremsten.

Nachrichten aus aller Welt

Die Jahresinflation in der Eurozone ist im Dezember auf 2 % abgeflaut und deckt sich damit erstmals seit Juni wieder mit dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Im November betrug die Teuerungsrate noch 2,1 %. Die ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak erhobene Kerninflation kühlte sich der amtlichen Schätzung zufolge von 2,4 % auf 2,3 % ab. Laut einer im Dezember veröffentlichten Projektion sieht die EZB die durchschnittliche Gesamtinflationsrate im Jahr 2026 bei 1,9 % – ein Rückgang gegenüber den für 2025 erhobenen 2,1 %. Ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum der Eurozone im laufenden Jahr hob die EZB von zuvor 1 % auf jetzt 1,2 % an. In China beschleunigte sich die Inflation auf 0,8 % im Vorjahresvergleich, die höchste Rate seit fast drei Jahren. Inflationstreiber waren unter anderem gestiegene Lebensmittelpreise.

Zahl im Fokus: 52,7

Die Wirtschaftstätigkeit in den USA hat sich im Dezember eingetrübt: Der Dienstleistungssektor expandierte mit der niedrigsten Rate seit April. In der Gesamtmessung für das verarbeitende Gewerbe und Dienstleistungen gab der Einkaufsmanagerindex (EMI) von 54,2 im Vormonat auf 52,7 Zähler nach. Allerdings signalisieren alle Werte über 50 Wachstum. Unterdessen fiel der Produktionszuwachs im japanischen Privatsektor im Dezember so schwach aus wie zuletzt vor sieben Monaten, wobei der Gesamt-EMI von zuvor 52,0 auf 51,1 einknickte. Etwas verhaltener entwickelte sich auch die Konjunktur der Eurozone, deren Gesamt-EMI von 52,8 auf 51,5 abrutschte. Dafür konnte die Währungsgemeinschaft jedoch ihr stärkstes Quartalswachstum seit über zwei Jahren vermelden.

Grafik der Woche

Eine Neujahrsüberraschung wurde den Anlegern mit der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro beschert. An den Märkten wurde diese Nachricht überwiegend positiv aufgenommen. Die Aktienkurse der großen US-Mineralölkonzerne legten zu, und venezolanische Staatsanleihen schossen in die Höhe. Beim Ölpreis führte ein Wechselspiel aus Sorgen mit Blick auf mögliche kurzfristige Versorgungsstopps und geopolitische Risiken einerseits und dem Ausblick auf eine Angebotsausweitung dank US-Investitionen, die eines Tages in diesem Sektor getätigt werden könnten, andererseits zu erheblichen Schwankungen. Venezuela verfügt zwar über die weltweit größten Ölreserven, jedoch nur über eine vergleichsweise geringe Produktion. Diese betrug zu Spitzenzeiten vor zwei Jahrzehnten drei Millionen Barrel pro Tag, während es derzeit weniger als eine Million Barrel sind. Eine Rückkehr zum früheren Niveau, die erst auf lange Sicht möglich wäre, würde die weltweiten Fördermengen um lediglich 2 % anheben. 

Wissenswert

Atlantifizierung: Die allmähliche Erwärmung des Arktischen Ozeans aufgrund einströmender wärmerer Wassermassen aus dem Atlantischen Ozean. In einer Studie warnte die Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten NOAA vor einer ‚Atlantifizierung‘ des nördlichsten Teils unseres Planeten, der wärmer, salzhaltiger und zunehmend eisfrei wird. Diese Atlantifizierung lässt das Meereis schmelzen, was „Ökosysteme grundlegend verändert und die Klimastabilität bedroht“, so die NOAA. In der gesamten Arktis wurden demnach zwischen Oktober 2024 und September 2025 die höchsten bodennahen Temperaturen seit 1900 gemessen, während beim ältesten und dicksten Meereis des Nordpolarmeers ein Rückgang um über 95 % seit den 1980er Jahren festgestellt wurde.

Das bringt die Woche

Am Dienstag werden US-Inflationsdaten für Dezember veröffentlicht; im November war die Inflationsrate mit 2,7 % schwächer ausgefallen als erwartet. China legt am Mittwoch Zahlen zu seiner Handelsbilanz vor. Am Donnerstag gibt es Daten zur monatlichen britischen BIP-Entwicklung im November, während Deutschland seine BIP-Wachstumsrate für das Gesamtjahr vorstellt und Zahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone über die Ticker laufen werden. Die USA geben am Freitag ihrerseits Daten zu ihrer Industrieproduktion bekannt. 

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