Schützt US-High-Yield vor unsicheren Zeiten?
Im Überblick
Was ist am US-High-Yield-Markt passiert?
Nach 8,2% Ertrag im Jahr 2024
Der amerikanische High-Yield-Markt lieferte unterdessen ordentliche Erträge. Die Spreads gingen im Januar zunächst um etwa 30 Basispunkte zurück, um sich dann im Februar wieder auf die derzeitigen 280 Basispunkte auszuweiten. Sie sind damit noch immer enger als zu Jahresbeginn.
Wir glauben, dass US-High-Yield gegen die Trump’schen Zölle recht immun ist, sind die meisten Emittenten doch sehr binnenorientiert. Etwa 90% des umfassenden US-High-Yield-Index
Gut ist auch die Markttechnik; das Angebot übersteigt die Nachfrage. Am Primärmarkt wurden dieses Jahr bislang weniger Titel emittiert als im entsprechenden Vorjahreszeitraum – einerseits wegen der volatilen Zinsen und der Zolldrohungen, andererseits, weil viele Projekte mit Leveraged Loans finanziert werden. Hier kam es in den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 zu einem neuen Bruttoemissionsrekord.
Wie ist der Ausblick für US-High-Yield?
Wir gehen davon aus, dass die Fed ihren Leitzins dieses Jahr nicht ändert. Die Anleihenrenditen dürften sich daher etwa auf dem derzeitigen Niveau seitwärts bewegen, und Erträge dürften vor allem durch Coupons zustande kommen. Wichtig ist, dass sich die Refinanzierungsmöglichkeiten der Emittenten deutlich verbessert haben. Der Abstand zwischen der Durchschnittsrendite von US-High-Yield (7,2%) und dem Durchschnittscoupon (6,4%) ist auf etwa 80 Basispunkte zurückgegangen. In den letzten Jahren waren Werte von über 300 Basispunkten nicht unüblich.
Emittenten dürften daher weiter Anleihen refinanzieren. Etwa 75% der seit Jahresbeginn emittierten High-Yield-Anleihen im Volumen von 40 Milliarden US-Dollar dienten diesem Zweck – ein ähnlicher Anteil wie 2024.
Wir rechnen damit, dass im Laufe des Jahres wieder mehr Fusionen und Übernahmen stattfinden, auch weil Trump die Deregulierung vorantreibt und er Führungsposten in wichtigen Aufsichtsbehörden „wirtschaftsfreundlicher“ besetzt hat. Bei einer Fusion oder Übernahme kauft meist ein Investmentgrade-Emittent einen High-Yield-Emittenten oder ein größerer High-Yield-Emittent einen kleineren. Das bedeutet Anlagechancen.
Wir glauben nach wie vor, dass die Spreads, so eng sie im Vergangenheitsvergleich auch sein mögen, angesichts der fallenden Ausfallquoten von US-High-Yield durchaus fair sind. Im Januar betrug die Ausfallquote 0,3% ohne bzw. 1,4% mit Umschuldungen.
Außerdem sind die Fundamentaldaten am High-Yield-Markt noch immer sehr gut. Die Unternehmensfinanzen sind durchweg gesund, die Verschuldung ist niedrig, die Laufzeit des Fremdkapitals hat sich verlängert, und die Zinsdeckungsgrade liegen noch immer über den Durchschnittswerten nach der internationalen Finanzkrise.
Auch wenn die Volatilität 2025 durchaus hin und wieder steigen könnte, halten wir den Carry am High-Yield-Markt für ausreichend, um Anleger für die kurzfristige Unsicherheit zu entschädigen. High-Yield-Anleger werden also für die Unsicherheit bezahlt.
Wo sehen wir in diesem Umfeld Chancen?
In all unseren Strategien bleiben wir nicht zuletzt wegen der unsicheren Wirtschaftslage diszipliniert und setzen weiter auf fundamentale Einzelwertauswahl. Wir wollen auf Basis der Einschätzungen unserer Analysten Mehrwertchancen nutzen, weil der Markt Anleihen sowohl über- als auch unterschätzen kann.
Wir halten angesichts der Zinsvolatilität Kurzläuferstrategien für interessant. Hinzu kommt, dass die Zinsstrukturkurve amerikanischer High-Yield-Anleihen noch immer recht flach ist, obwohl die Zinsstrukturkurve von US-Staatsanleihen zuletzt steiler wurde. Mit Kurzläufern haben wir durchweg 85% bis 90% des Marktertrags verdient, und das bei einer deutlich kürzeren Duration.
Bei risikoreicheren Strategien, die eine höhere Gesamtrendite anstreben, sind wir jetzt defensiver positioniert. Damit reagieren wir auf den Spreadrückgang besonders hochverzinslicher Titel. Stattdessen wollen wir Einzelwertchancen nutzen und sicherstellen, dass sich unsere Überzeugungen auch in den Positionsgrößen abbilden. Mögliche Kursschwankungen sind für uns eine Möglichkeit, das Portfoliorisiko wieder zu erhöhen.
Alles in allem glauben wir, dass High-Yield-Anleihen nach dem Ende der extremen Niedrigzinsphase wieder ihre klassische Aufgabe im Portfolio wahrnehmen können: echte Diversifikation mit der Aussicht auf aktienähnliche Erträge bei einer deutlich geringeren Volatilität. Daher kann es sich unserer Ansicht nach langfristig lohnen, weiterhin Kernpositionen auch in High Yield einzugehen.
Rechtliche Hinweise
Anlagen enthalten Risiken, einschließlich dem des Kapitalverlustes. Die hier von AXA Investment Managers Deutschland GmbH bzw. mit ihr verbundenen Unternehmen („AXA IM DE“) bereitgestellten Informationen stellen weder ein Angebot zum Kauf bzw. Verkauf von Fondsanteilen noch ein Angebot zur Inanspruchnahme von Finanzdienstleistungen dar.
Die Angaben in diesem Dokument sind keine Entscheidungshilfe oder Anlageempfehlung, (aufsichts-) rechtliche oder steuerliche Beratung durch AXA Investment Managers Deutschland GmbH bzw. mit ihr verbundenen Unternehmen („AXA IM DE“), sondern werden ausschließlich zu Informationszwecken zur Verfügung gestellt. Die vereinfachte Darstellung bietet keine vollständige Information und kann subjektiv sein.
Dieses Dokument dient ausschließlich zu Informationszwecken des Empfängers. Eine Weitergabe an Dritte ist weder ganz noch teilweise gestattet. Wir weisen darauf hin, dass diese Mitteilung nicht den Anforderungen der jeweils anwendbaren Richtlinie 2004/39/EG bzw. 2014/65/EU (MiFID/ MiFID II) und der zu diesen ergangenen Richtlinien und Verordnungen entspricht. Das Dokument ist damit für jegliche Form des Vertriebs, der Beratung oder der Finanzdienstleistung nicht geeignet.
Die in diesem Dokument von AXA IM DE zur Verfügung gestellten Informationen, Daten, Zahlen, Meinungen, Aussagen, Analysen, Prognose- und Simulationsdarstellungen, Konzepte sowie sonstigen Angaben beruhen auf unserem Sach- und Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Die genannten Angaben können jederzeit ohne Hinweis geändert werden und können infolge vereinfachter Darstellungen subjektiv sein. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen wird nicht übernommen. Soweit die in diesem Dokument enthaltenen Daten von Dritten stammen, übernehmen AXA IM DE für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Angemessenheit dieser Daten keine Gewähr, auch wenn nur solche Daten verwendet werden, die als zuverlässig erachtet werden.
Wertentwicklungsergebnisse der Vergangenheit bieten keine Gewähr und sind kein Indikator für die Zukunft. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen und fallen und werden nicht garantiert.
Informationen über Mitarbeiter von AXA Investment Managers dienen lediglich Informationszwecken und sind stichtagsbezogen. Ein Weiterbeschäftigungsverhältnis mit diesen Mitarbeitern wird nicht garantiert.
___________________________________________________
AXA IM und BNP Paribas AM fusionieren und optimieren ihre Rechtsstrukturen schrittweise, um eine einheitliche Struktur zu schaffen.
AXA Investment Managers gehört seit Juli 2025 zur BNP Paribas Gruppe. Nach der Fusion von AXA Investment Managers Paris und BNP Paribas Asset Management Europe sowie deren jeweiligen Holdinggesellschaften zum 31. Dezember 2025 firmiert das fusionierte Unternehmen nun unter dem Namen BNP Paribas Asset Management Europe.