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Wöchentlicher Marktkommentar (Take 2)

Nahostkonflikt-Risiken lassen Inflation steigen; China-Wachstum überraschend dynamisch

  • 23 Oktober 2023 (3 Minuten Lesezeit)

Alles Wichtige auf einen Blick

Der Konflikt zwischen Israel und Palästina hält weiter an. Hoffnungen auf eine rasche Beilegung wurden enttäuscht, als der geplante Gipfel zwischen US-Präsident Joe Biden und Staatschefs aus dem Nahen Osten platzte. Die Rating-Agentur S&P warnte vor einem neuerlichen Inflationsschock für die Weltwirtschaft, wenn es zu einer Eskalation des Konflikts kommen sollte. Bislang waren die Marktreaktionen und die Auswirkungen auf das globale Wirtschaftsgeschehen überschaubar. Gold- und Ölpreise sind zwar leicht gestiegen aber eine Flucht in die geltenden Anleihenmärkte blieb aus. In der Woche bis zum Börsenschluss am Donnerstag gaben globale Aktien um 2,06%1 nach.

Nachrichten aus aller Welt

Im Euroraum wurde für September eine Jahresinflationsrate von 4,3% bestätigt. Damit war die Teuerung schwächer als im Vormonat, als sie 5,2% betrug. Die ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak berechnete Kerninflation ging entsprechend den ersten Schätzungen 5,3% auf 4,5% zurück. In Großbritannien stabilisierte sich Jahresinflation überraschenderweise auf 6,7%, anstatt sich wie prognostiziert auf 6,6% abzukühlen. Steigende Kraftstoffpreise haben den ersten monatlichen Rückgang der Lebensmittelpreise seit zwei Jahren ausglichen. In Japan sank die Kerninflation im September im Vorjahresvergleich auf 2,8% gegenüber 3,1% im August und war damit so niedrig wie zuletzt vor 13 Monaten.

Zahl im Fokus: 1,3 Prozent

Dank der Belebung des privaten Konsums und der Industrietätigkeit übertraf das chinesische Wirtschaftswachstum im 3. Quartal die Erwartungen. Das BIP legte im Laufe des Quartals 1,3% und damit deutlicher zu als erwartet, was allerdings teilweise auf die Abwärtskorrektur der Rate im 2. Quartal (auf 0,5%) zurückzuführen ist. Sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch die Industrieproduktion sind im September unerwartet kräftig gestiegen – um 5,5% p.a. und 4,5% p.a. –, vermutlich vor allem aufgrund der jüngsten Konjunkturimpulse seitens der chinesischen Regierung. Probleme im Immobiliensektor der Volksrepublik und weitere Herausforderungen bergen indes weiterhin Risiken für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Wissenswert

Tief-ultraviolette Lithografie: Die USA haben die Auflagen für den Export hochmoderner Halbleiterchips und Werkzeuge für die Chipproduktion nach China verschärft. Betroffen ist auch eine Reihe an Systemen für die tief-ultraviolette (DUV-) Lithografie. Diese wird in der Präzisionsfertigung zum Aufdruck von Schaltkreisen auf winzige Chips verwendet. Für Geräte für ihre noch modernere Variante – für die extrem ultraviolette Belichtung – besteht bereits ein Exportverbot nach China. Die neuen Regeln zielen darauf ab, Chinas Zugang zu Spitzentechnologien, die auch militärischen genutzt werde können einzuschränken. Außerdem weiten sich die Lizenzanforderungen durch sie auf 40 weitere Länder aus.

Das bringt die Woche

Vorab-Einkaufsmanagerindizes für Oktober aus dem Euroraum, Großbritannien, Japan und den USA werden am Dienstag veröffentlicht. Ebenfalls am Dienstag erscheint die britische August-Arbeitslosenquote. Am Mittwoch wird der jüngste Ifo-Geschäftsklimaindex vorgestellt, ein vielbeachteter Indikator für die wirtschaftliche Verfassung Deutschlands, und die kanadische Notenbank tritt zum Zinsentscheid zusammen. Am Donnerstag folgt die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB), die ihren Leitzins auf der Septembersitzung einen Rekordstand von 4% angehoben hatte. Am Donnerstag und am Freitag kommen aus den USA und Frankreich die ersten Schätzungen des jeweiligen BIP-Wachstums im 3. Quartal.

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