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Im Fluss


Die Lage im Nahen Osten ändert sich minütlich. Wir können nicht mehr tun als Marktreaktionen beobachten, implizite Annahmen möglichst gut erkennen und über die weitere Entwicklung spekulieren.

Am wichtigsten scheint uns dabei der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent zu sein. Bei Redaktionsschluss kostete es 86 US-Dollar, 20% mehr als zum Handelsschluss am letzten Freitag (Abbildung 1). 20% sind viel, aber noch immer kostet Öl deutlich weniger als die von Pessimisten vorhergesagten gut 100 US-Dollar, und auch die Höchststände der letzten Jahre sind noch längst nicht erreicht. Am Markt rechnet man jetzt damit, dass der Preis in den nächsten Wochen wieder fällt. Man scheint also anzunehmen, dass der Krieg zwar noch einige Wochen, aber keinesfalls Monate dauert und seine Intensität im Laufe der Zeit nachlässt. Dazu passen auch Berichte, nach denen der Iran in den letzten Tagen schon weniger Raketen und Drohnen verschossen hat. Zu einer vollständigen Blockade der Straße von Hormus kommt es vermutlich ebenfalls nicht. Schließlich muss auch der Iran Öl exportieren, sodass das nicht wirklich in seinem Sinne wäre. Die Lage kann sich aber jederzeit ändern, wenn etwa ein wichtiger Knotenpunkt für den Ölhandel getroffen wird.

Ansonsten haben sich die Märkte meist so entwickelt wie erwartet – es ist schließlich nicht die erste Krise im Nahen Osten. Und doch gibt es gewisse Unterschiede. Die Ölpreise sind stärker gestiegen als im Golfkrieg 1990/91, und der Dollar hat stärker aufgewertet als in anderen Krisen, was durchaus gegen die „Sell America“-Hypothese spricht (Abbildung 2).

Die US-Staatsanleihenrenditen sind letzte Woche gestiegen, weil die Inflationssorgen größer sind als der Wunsch nach sicheren Häfen. Aktien haben insgesamt nur leicht verloren, allerdings mit bisweilen großen Unterschieden zwischen den Branchen. Edelmetallwerte gaben um 16% nach, Aktien von Fluggesellschaften um 9%. Ölaktien legten hingegen um 4% bis 5% zu.

Seit Kriegsausbruch liegen manche zuletzt ertragreiche Positionen im Minus und umgekehrt. Das galt vor allem für die Extreme: So hatte der MSCI Korea Index in lokaler Währung seit Jahresbeginn um 58% zugelegt, gab aber seit Freitag, dem 27. Februar, um 12% nach. Bei japanischen Aktien war es ähnlich. Amerikanische Softwaretitel haben sich unterdessen kräftig erholt, nachdem sie mehrere Monate lang schwach waren. Sie stiegen letzte Woche um 4%.

Jede Krise hat Auswirkungen auf die Kurse. Das kann irgendwann eine Chance sein, wieder günstiger einzusteigen. Trotz der Turbulenzen hat sich an unserem optimistischen Fundamentalausblick für risikobehaftete Wertpapiere in diesem Jahr (bislang) noch nichts geändert. Dazu müsste Öl noch wesentlich teurer werden und längere Zeit teuer bleiben.


Und sonst?

Natürlich beherrscht der Krieg die Schlagzeilen und bindet die Aufmerksamkeit der Anleger. Es werden aber weiterhin Konjunkturdaten veröffentlicht, sodass wir uns kontinuierlich ein Bild von der Weltwirtschaft machen können. Sie bilden zwar den Krieg noch nicht ab, liefern aber Anhaltspunkte dafür, wie stark oder schwach die einzelnen Volkswirtschaften angesichts der neuen Herausforderungen sind.

Die Daten der letzten Woche waren ermutigend. Die Dienstleistungskonjunktur scheint sich gemessen an den Einkaufsmanagerindizes (PMIs) weiter zu beleben, mit den USA an der Spitze: Im Februar ist der ISM-Index für den Dienstleistungssektor auf 56,1 gestiegen, den höchsten Wert seit vier Jahren (wobei Werte über 50 für eine Expansion stehen). Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Entwicklung verhaltener. Die meisten Indizes liegen nur knapp über 50, in den größten europäischen Volkswirtschaften aber erstmals seit vielen Jahren.

Der überraschend schwache US-Arbeitsmarktbericht und die negativen Revisionen für die Vormonate könnten Überhitzungssorgen abmildern. Das könnte die Inflationssorgen aufgrund der steigenden Ölpreise dämpfen und Zinssenkungen der Fed dieses Jahr wahrscheinlicher machen.

Performancedaten/Quellen: LSEG Workspace Datastream, ICE Data Services, Bloomberg, BNP Paribas AM, Stand 6. März 2026, falls nicht anders angegeben. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf künftige Erträge.

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    AXA Investment Managers gehört seit Juli 2025 zur BNP Paribas Gruppe. Nach der Fusion von AXA Investment Managers Paris und BNP Paribas Asset Management Europe sowie deren jeweiligen Holdinggesellschaften zum 31. Dezember 2025 firmiert das fusionierte Unternehmen nun unter dem Namen BNP Paribas Asset Management Europe.